Mariam Kühsel-Husseini, Tschudi, Rowohlt Verlag, 24,- €

Berlin 1896: Hugo von Tschudi, Direktor der Nationalgalerie, stellt weltweit als erstes die Pariser Impressionisten aus. Damit zieht er den Hass des deutschen Kaisers, Wilhelm II., und der konservativen Gesellschaft auf sich, erhält aber auch positiven Rückhalt von Kunstinteressierten und Künstlern wie Max Liebermann.

In diesem Roman verbindet die Autorin geschickt die Themen Politik, Kunstgeschichte und persönliche Tragik in der Zeit des späten 19. Jahrhunderts.

Delia Owens, Der Gesang der Flußkrebse, hanserblau Verlag, 22,- €

Chase Andrews stirbt, und die Bewohner der ruhigen Küstenstadt Barkley Cove sind sich einig: Schuld ist Kya Clark, die isoliert im Marschland aufwächst und sich dort zu einer naturverbundenen und unabhängigen Frau entwickelt. Die Handlung erstreckt sich über ihre Kindheit in den 50er-Jahren bis in die Gegenwart, in der es zur Gerichtsverhandlung kommt.

Die Autorin beschreibt mit viel Gefühl, wie Kya lernt, im Marschland zurecht zu kommen und wie ihre Sehnsucht danach, sich mit jemandem auszutauschen, letztlich in eine Katastrophe mündet.

Isabelle Autissier, Herz auf Eis, Goldmann Verlag, 10,- €

Louise und Ludovic wollen das wahre Leben spüren und der Routine des Pariser Alltags entfliehen. Deswegen erfüllen Sie sich den Traum, die Welt zu umsegeln. Als die beiden auf einer unbewohnten Insel stranden, wird aus dem Abenteuer ein existentieller Kampf – ums Überleben, aber auch um ihre Menschlichkeit und Liebe.

Diese spannende und vielschichtige Geschichte zieht einen voll in den Bann und man fragt sich immer wieder, wie man wohl selbst gehandelt hätte.

Christelle Dabos, Die Spiegelreisende, Insel Verlag, 18,- €, ab 12 Jahren

Auf der Arche Anima lebt Ophelia inmitten ihrer Familie. Die junge Frau hat ganz besondere Fähigkeiten: Sie kann durch Spiegel reisen und Gegenstände lesen. Dazu muss sie nur ihre Handschuhe abstreifen und ein Objekt in die Hand nehmen – schon kann sie dessen Vergangenheit sehen.

In insgesamt vier Bänden begleitet die Leser*in die Heldin in eine Welt, in der nichts ist, wie es scheint.

Anders Sparring / Per Gustavsson, Familie von Stibitz, Hanser Verlag, 10,- €, ab 7 Jahren

Die von Stibitz lieben es, Sachen zu stibitzen. Es ist beinahe so, als könnten sie gar nicht anders. Zumindest Mama Fia, Papa Ede und die kleine Kriminella, die alle nur Ella nennen. Aber sie sind etwas besorgt wegen Ture, Ellas großem Bruder. Er stibitzt höchst ungern und macht nur, was erlaubt ist. Zu seinem Geburtstag wünscht sich Ture den riesigen Riesenlolli aus dem Süßigkeitenladen. In der Familie von Stibitz werden Geschenke natürlich nicht gekauft, sondern stibitzt…

Eine liebenswerte Geschichte zum Vor- und ersten Selberlesen über eine Ganoven-Familie, die man einfach ins Herz schließen muss.

Gerda Muller, Was wächst denn da? Ein Jahr in Opas Garten, Moritz Verlag, 14,95 € ab 6 Jahren

Sophie kennt Gemüse nur aus dem Supermarkt. Aber in diesem Jahr verbringt sie viel Zeit bei ihren Großeltern, die einen großen Garten haben. So erfährt sie alles, was zu tun ist, bevor schließlich geerntet werden kann. Die Illustrationen stecken voller liebevoller Details und machen große Lust auf das eigene Werkeln im Garten.